Nicht lange überlegen: Einfach rein ins kalte Wasser

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Prokrastination siegt häufig über Tatendrang. Sich zu sehr Gedanken über die Umsetzung einer Idee zu machen kann auf Dauer schädigen. Eine Vielzahl privater aber auch beruflicher Projekte wurden aus diesem Grund angefangen und stehen gelassen.

Stillstand. Gerade das kreative schaffen ist davon betroffen. Halbfertige Songs. Halbfertige Illustrationen und Designs. Halbfertige Blogs. Ein immer wiederkehrendes Problem in einer Alltagswelt eines kreativen. Dabei ist es weniger das Streben nach Perfektion, welcher die Veröffentlichung oder Fertigstellung von Projekten hemmt, sondern das Selbstbewusstsein, dass diese Perfektion nicht akzeptiert. Über das Jahr 2018 habe ich einige Lektionen gelernt, welche meine Produktivität und mein Mindset deutlich verändert haben.

 

Lernen das „Nichtperfekte“ zu akzeptieren

Nichtperfekte Sachen zu akzeptieren ist in unserer scheinbar Perfekten Gesellschaft nur schwer zu akzeptieren, obwohl die Nichtperfektion von Geburt an unsere alltäglichen Begleiter ist. An dieser Stelle muss ich den banalen Standardsatz: „Niemand ist perfekt“ eine durchaus hohe Bedeutung zuteilen. Klar ist das Perfekte etwas besonderes und Einzigartiges, aber die Nichtakzeptanz des Nichtperfekten kann zu einer negativen Gefühlslage führen und den Lernprozess hemmen.

Durch das beseitigen der Hemmschwelle und das akzeptieren der Nichtperfektion lernt man mit Dingen fertig zu werden oder Dinge als fertig anzusehen anstelle sie für ewig auf der Festplatte zu verstecken. Perfekte Dinge entstehen nicht aus dem Drang Perfekt zu werden, sondern aus dem Urteilsvermögen des Menschen welcher Dinge als Perfekt ansieht und diese dementsprechend einstuft. Die Überwindung der Nichtperfektion steigert die Produktivität deutlich. Es ist sinnvoller alte Fehler in einem neuen Projekt auszubügeln, anstatt qualvoll zu versuchen Ideen zu perfektionieren.

 

Scheitern als Teil des Prozesses

Häufig ordnen wir Scheitern einer zu hoch negativen Bedeutung zu und auch das hemmt unsere Entscheidungen (sogar Lebensentscheidungen), dabei ist Scheitern etwas Positives. Scheitern zeigt uns wo unsere Grenzen liegen und woran wir noch arbeiten müssen. Rückschläge sind schmerzhaft und häufig nur schwer zu akzeptieren, doch schafft man es aus dem Scheitern Rückschlüsse zu ziehen und sich nicht wieder in die Komfortzone zurück zuziehen schafft man es eine andere Perspektive zu gewinnen und diesen Fehler in Zukunft zu vermeiden. Wir alle müssen hinfallen um laufen zu lernen. Scheitern gehört zum Prozess des besserwerdens, nicht zum Versagen.

 

Zeit, Motivation und Geduld

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Ziele, welche man sich vorgenommen hat viel länger dauern als man zu Beginn angenommen hat. Besonders zu Jahreswechseln nehmen wir uns eine Vielzahl an Änderungen für das kommende Jahr vor welche wir im Frühling jedoch wieder völlig vergessen haben. Wir sehen meist nur das Endprodukt aller Dinge betrachten aber selten den Weg dorthin. Kein Wettkampfsportler oder professioneller Künstler ist von heute auf morgen dort hingekommen wo er heute steht ohne einen harten langen Weg mit tiefen Rückschlägen und wiederkehrenden Problemen, aufbauender Motivation und ständiger Geduld. Zukünftige Ziele aus dem heutigen Status quo zu konvertieren geht lediglich über die Akzeptanz dessen und den Fortschritt in Etappen.

 

Akzeptanz, Fortschritt und Selbstreflexion

Mit der Akzeptanz geht vor allem die Selbstakzeptanz einher, aber auch gleichzeitig das Erkennen wer man ist und wo die Stärken und Schwächen bei einem selbst liegen. Akzeptanz bedeutet weniger sich mit dem zufrieden zugeben wer man gerade ist, sondern mehr den Stand zu akzeptieren, an dem man sich im Moment befindet. Sich auf ewig so zu akzeptieren wie man ist, ist dagegen ein großer Fehler. Das Leben ist ein Prozess. Mit dem Prozess ist ein Fortschritt gleichzusetzen. Besser zu werden indem man sein Können, seine Stärken und Schwächen kennt und seinen aktuellen Stand akzeptiert, seinen Fokus auf den Ausbau seiner Stärken ausarbeitet, seine Schwächen ausgleicht und den Prozess kontinuierlich selbstreflektiert.

 

Also was gibt es da noch zu überlegen: Rein ins kalte Wasser

Das Hirn ausschalten nicht lange überlegen und anfangen. Ich bin der Meinung, dass wir uns im Leben zu viel vom Medien- oder Produktkonsum limitieren. Ein jeder von uns kann mehr und auch wenn viele Menschen sich zu meist unsicher sind oder unwohl fühlen in neuen Situationen oder Herausforderungen ist es auf langer Sicht betrachtet besser sich dem Unwohlsein zu stellen, anstelle sich auf lange Sicht Unwohl zu fühlen.

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