8 Wochen Pulvernahrung: Huel das Power-Pulver?

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© Huel – Pressebild

 

Alles was der Körper braucht mit nur einem Drink für etwas über zwei Euro pro Mahlzeit. Für gewöhnlich ignoriere ich solche Instagram Ads, aber diesmal hat es Huel geschafft meine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Als 23-jähriger Student der zudem auch noch 15 Stunden pro Woche als Werkstudent arbeitet sind die Vorteile von Huel: schnell, gesund und preiswert einfach so gut und passend zu meinem Alltag gewesen, dass ich dem ganzen Mal eine Chance gegeben habe. Aber Achtung, solltet ihr auch mit dem Gedanken spielen auf Pulvernahrung umzusteigen kann ich euch ans Herz legen zunächst diese drei Hürden zu überwinden bevor ihr euer Geld unnötig ausgebt.

Hinweis: Wenn ihr nur das Review lesen wollt scrollt einfach direkt zum gleichnamigen Abschnitt.

 

Hürde Nummer 1: Essgewohnheit 

Warum Huel mir besonders gut als Nahrungsersatz passt ist neben den Eingangserwähnten Aspekten: schnell, gesund und preiswert einfach der Fakt, dass mir gesundes Essen zwar sehr wichtig ist, aber mir es persönlich nicht soviel ausmacht wenn ich jeden Tag oder in gewisser Regelmäßigkeit die gleiche Nahrung zu mir nehmen muss. Auch bin ich kein großer Fan von amerikanischem Fastfood und Süßigkeiten etc. Wenn ich selber koche muss es frisch sein, aber das braucht Zeit. An manchen Tagen schaffe ich es in die Mensa zu gehen, doch häufig lässt sich das nicht mit meinem Tagesablauf vereinbaren und das mit der Mensa ist ja auch nur ein Benefit welchen man als Student besitzt.

Solltet ihr der Typ Mensch sein der Essen als eine Art Hobby sieht und schon bei dem Geruch von guten Essen Magenknurren bekommt, kann ich euch nur davon abraten Huel auszuprobieren. Seid ihr aber nicht der krasse „Foodlover“ und euch ist nicht so wichtig was ihr esst Hauptsache es schmeckt einigermaßen und füllt den Magen dann könnte Huel ein echter Mahlzeitersatz für dich sein.

 

Hürde Nummer 1,5: Abomodell

Gefühlt geht heutzutage kein neues Geschäftsmodell mehr ohne den Kunden in irgendeiner Weise zu einem Abomodell zu verpflichten. Auch bei Huel ist das nicht anders. In einem individuell gewählten Lieferrhythmus wird die Pulvernahrung regelmäßig per Post versendet. Standardsgemäß sind hier vier Wochen voreingestellt. Für Kunden ist das in großem und Ganzen eine bequeme Angelegenheit, sofern man sich bereits dazu entschieden hat auch eine längere Zeit Pulvernahrung zu konsumieren, jedoch wird der Aborhythmus gleich ab dem ersten Kauf vorausgesetzt. Die Gefahr besteht also ausversehen eine Lieferung aufgrund des vergessens zu bestellen. Alternativ bietet Huel auch ein abofreies Modell an welches jedoch statt 54 € gleich sechs Euro teurer ist.

Mein Tipp: Wenn ihr das Abo erstmal nur testen und trotzdem den 10 %-Rabatt auf eure erste Bestellung haben wollt, kündigt das Abo direkt nachdem die erste Bestellung abgewickelt wurde. So bleibt ihr auf der sicheren Seite und könnt euer Abo bequem nach dem ersten Test erneuern. Auch bekommt ihr so ein besseres Gefühl in welchem Lieferrhythmus ihr eure Pulvernahrung zugeschickt bekommen wollt.

Fairerweise ist hier zu erwähnen, dass den Betreibern von Huel die Schwächen des menschlichen Kurzeitgedächtnisses bekannt ist und vor jeder Lieferung nochmal eine Erinnerung per E-Mail versendet wird. Auch ist das Abomodell bequem jederzeit online kündbar.

 

Hürde Nummer 2: Geschmacksauswahl

Auf der Huel Website stehen ganze sechs Geschmackssorten zur Auswahl: Vanille, Berry, Minz-Schokolade, Kaffee, Original und „Ohne Geschmackzusatz & Ungesüßt“. Die Qual der Wahl also. Zumindest vom letzteren kann ich abraten, da völlig geschmacklose Pulvernahrung die Sache von der Verträglichkeit nochmal auf ein anderes Level hievt. Ich kann ans Herz legen zwei der übrigen Sorten auszuwählen, damit über den Monat verteilt etwas Abwechslung vorherrscht.

 

Hürde Nummer 3: Wasser oder Milch? 

Neben den Geschmack ist es ebenfalls wichtig zwischen Wasser oder Milch zu entscheiden. Wasser kostet nichts, solange es Leistungswasser ist. Milch ist auch kein teures Produkt jedoch entstehen hier leicht die Mehrkosten und ein Wiederspruch zu dem erwähnten „preisewert“ Argument. Während meines Tests hat die Milch jedoch nach einiger Zeit dominiert. Das machte sich dann auch in meinen Kosten bemerkbar. Milch gibt den ganzen viel mehr Geschmack. Die „Falle“: Probiert man einmal Huel mit Milch, ist das Huel mit Wasser schon fast ungenießbar.

 

Review

Nachdem ich nun die drei zu beachtenden Hürden durchgegangen bin kommen wir zur eigentlich wichtigsten Frage: Wie lebt es sich denn nun mit Huel? Und: Ist es wirklich der Nahrungsersatz auf welchen man zählen kann und zugleich auch noch günstiger und gesünder als die meisten anderen „Fast Food“ Mahlzeiten?

Gleich vorweg: Ich persönlich habe nach den acht Wochen keine erneute Bestellung Huel aufgegeben und auch meine letzte Bestellung ist schon einige Monate her, sodass ich das gesamte Konzept von Huel einmal distanzierter betrachten konnte.

 

Die Einfachheit

Das tolle an Huel oder generell Produkten aus dem Internet ist der Versand und die bequeme Lieferung an die Haustür. Ein Mausklick und zwei bis drei Tage später ist die Ware mit der Post da. Huel wird in einem großem Karton angeliefert welcher auch einiges an Gewicht mit sich trägt. Die Versandkosten sind kostenlos, aber der wurde sicherlich bereits in den Verkaufspreis reingerechnet. Es sieht schließlich am Ende schöner aus wenn man keine zusätzlichen Kosten auflistet.

 

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© Huel – Pressebild – Erstlieferungsumfang

 

Die erste Lieferung kommt neben den zwei 1,71 kg Pulverpackungen zudem mit einem Shaker, einem echt super gestalteten Handbook und einem brauchbaren und vom Schnitt her sehr gut sitzenden T-Shirt in Wunschgröße. Ansonsten ist alles sehr schlicht gehalten die Verpackung des Pulvers ist weiß und die Umverpackung wie üblich braun.

 

Problem: Shaker

Beim Zubereiten des ersten Shakes, wird eines der Hauptprobleme schnell deutlich: Der Shaker. Das unter dem Verschluss liegende Plastikgitter reicht nicht aus um das Pulver beim schütteln vollkommen zu zersetzen. Es bleiben kleine Klumpen im Getränk zurück welche für den ein oder anderen unangenehm beim Trinken auffallen könnte. Abhilfe können hier Edelstahl Mixer Bälle schaffen. Für rund fünf Euro bekommt man ein Fünfer-Pack bei Amazon.

 

Das Geschmacksempfinden

Der Geschmack des Shakes ist in Ordnung. Wer einen Milchshake ähnlichen Geschmack erwartet ist leider an der falschen Stelle. Der Vanillegeschmack ist nicht künstlich, aber auch nicht ganz präsent, ein etwas intensiverer Geschmack wäre wünschenswert. Ähnlich verhält es sich bei der Geschmackssorte Berry. Während des ersten Monats habe ich Vanille als Sorte ausgewählt und während des zweiten Monats Berry. Ich denke, dass eine Kombination von zwei Geschmackssorten pro Monat am sinnvollsten ist um ein wenig Abwechslung zwischen den Mahlzeiten zu bekommen.

 

Kompletter Mahlzeit-Ersatz?

Als kompletten „Mahlzeit-Ersatz“ sollte man Huel jedoch nicht betrachten, sondern mehr als Option. Ich habe probeweise auch komplette Tage ausschließlich mit Pulvernahrung verbracht, welche sich jedoch mehr als Challenge herausstellten. Der Körper vermisst das „kaubare“ und auch wenn der Shake über 400 kcal beinhaltet ist diese Ernährungsweise nur wenig zufriedenstellend. Huel selber sieht sich als ersetzen von Einzelmahlzeiten wie das Frühstück oder das Abendbrot oder den Snack für zwischendurch. Besonders als Frühstück-Ersatz kann Huel glänzen.

 

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© Huel – Pressebild – Zutaten

 

Fakt ist das Huel satt macht. Zumindest eine Art satten Zustand hervorruft. Leider hält dieser nicht lang genug an. Der Grund dafür: Flüssige Nahrung ist bereits so zersetzt, dass der Körper diese zwar schneller aufnehmen kann, aber auch viel weniger Zeit benötigt um sie zu verarbeiten.

 

Fazit

Huel ist gut. Zumindest als gesunde Nahrungsergänzung während des stressigen Alltags. In rund 5 Minuten sein Frühstück erledigen und mehr als 400 kcal zu sich nehmen ist beachtlich. Die Kosten von rund 54 € sind vollkommen in Ordnung, wenn man bedenkt welche andere Nahrung man für den gleichen Zeitraum bekommt. Besonders der gesunde Inhalt der Pulvernahrung ist für den Preis ein großer Pluspunkt.

Ich sehe Huel in erste Linie als gesunde Ergänzung zum allgemeinen Essen im Alltag und weniger als Ersatz. Als Snack für zwischendurch. Hier kann Huel punkten. Das mitgelieferte Handbook oder die Website zeigen zudem kreative Möglichkeiten um Huel mit anderen Lebensmitteln kreativ zu kombinieren.

Schlussendlich hält Huel seine drei großen Punkte: schnell, gesund und preiswert im großem und ganzen ein. Meinem Körper hat die Zeit nicht geschadet, ich habe mich während den acht Wochen ausgewogen und gesund ernährt gefühlt. Das Essen war in ein paar Minuten erledigt und auch meine Ausgaben haben sich deutlich verringert.

Werde ich nochmal Huel bestellen? Bestimmt, jeder der die oben genannten Hürden problemlos überspringen kann sollte Huel einmal eine Chance geben.

 


Neugierig auf Huel? Weitere Infos zu Huel findet ihr hier: https://de.huel.com/collections/huel

Dieses Review entstand ohne jegliches Sponsoring und wurde vollkommen ehrlich und unabhängig verfasst.

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